Altersverifikation

Wir treten für einen verantwortungsvollen Genuss von alkoholischen Getränken ab 18 Jahren ein.
Bitte bestätigen Sie, dass Sie über 18 Jahre alt sind um unser Online-Angebot zu nutzen.

Glas & Brand

Feine Nase ... bis trendig. Diese Erlebnisse erschließt das Rosenhut-Glas.

Bevor wir darauf eingehen, welche Grundbedingung ein Glas erfüllen muss, um einen edlen Brand erleben zu können, sei kurz das Thema Geschmack erläutert mit dem Ausgangspunkt: Aroma.

Blüte

Aroma – chemisch

Interessant ist es, dass es kleine bis kleinste Mengen an Restestern sind, die aromaprägend wirken. Die Kunst des Brenners ist es, diese hinüberzuholen in das fertige Destillat. Dazu wird er die Maische langsam in der Brennblase durch ein Wasserbad erhitzen, vielleicht sogar unter Einsatz eines Rührwerkes. Er wird eindeutig den Vorlauf bzw. Nachlauf abtrennen,damit er die Fuselalkohole ausscheiden kann. Hier kommt ihm eine saubere Gärführung zugute, die erst gar nicht einen hohen Anteil an diesen Fuselalkoholen entstehen lässt.

Die Temperaturführung ist entschiedenes Handwerk des Brenners. Aromastoffe sind reaktive Moleküle, die sich entscheidend durch Temperatureinfluss verändern.

Die ungesättigten Fettsäuren oder deren Ester brechen an der Doppelbindung auf und es bilden sich fettig, grün und ranzig riechende Aldehyde, käsig und schweißig riechende Methylketone, sowie Fuselalkohole.

Ferner kann UV Licht Aldehyde zerfallen lassen zu kaum geruchsaktiven Alkoholen und Fettsäuren (vgl. Williams Christ). Die räumliche Struktur bei einer Doppelbindung, die Aromaträger ist, ist ganz entscheidend. Kippt diese Struktur ins Spiegelbild, etwa durch Erhitzung, entsteht zumeist eine aromaärmere Variante (Erhöhung der Temperatur gleich Isomerisierung, also aus dem ethyl-2-trans-4cis-decadienoat wird das ethyl-2-trans-4trans-decadienoat; das trans-4-cis-isomer ist weitaus geruchsintensiver). Darauf verwies Dr. Ulf Fischer (Lehranstalt Neustadt/Weinstraße) in seinem Vortrag bei den Brennertagen.

Aroma – brenntechnisch

Beim Brennen des Mittellaufes heißt es, die Reingungsprozeduren dank der Mechanik, der Kraft der Glockenböden orientiert an das Destillat einzusetzen und stufenweise zu reduzieren.

Glas und Brand

Die Wahrnehmungsmöglichkeiten des Gaumens

Auf der Zunge erkennt man nur die Grundtypen süß, salzig, sauer, bitter und uami. Das heisst an der Zungenspitze süß; Zungenrand salzig, und weiter nach hinten sauer, während das Zungenende bittere Stoffe bzw uami erkennt. Erst das Zusammenspiel über den Rachen-Nasen-Kanal mit den feinen Zellen der Riechschleimhaut in der Nase, erzeugen einen komplexen Geschmackseindruck, der wesentlich von der Erfahrung lebt, vom Erarbeiten eines Geschmackshorizontes aufgrund der Verkostung von Bränden, Bränden, Bränden. (Bei verschnupfter Nase schmeckt man nichts) Damit die Geschmackspapillen ihre Arbeit leisten können, ist es unbedingt erforderlich, daß der Brand fünf bis zehn sec auf der Zunge bewegt wird. Die Menge für das Schmecken bewegt sich im Bereich von 5 bis 8 ml. Gläser mit 20ml oder 40ml Füllgröße sind eine gute Ausgangsposition.

Die Glasform

Die Glasform spielt hierbei eine wichtige Rolle. So nimmt eine Trester-Flöte den wuchtig auftretenden Trester den Wind aus den Segeln, damit sich ein Gesamteindruck aufbauen kann. Es schafft dank des hohen Stiels Abstand zur Haut und deren Düfte. Es führt dank der Lippe den Brand auf die Zunge und schafft aufgrund des Querschnitts, dass Alkohol und Frucht sich harmonisch entfalten können.

Gläser in der Übersicht

1 - Stamper, 2 - Steinobstglas klein, 3 - Steinobstglas, 4 - Rosenhut-Glas, 5 - Schnapskelch, 6 - Tresterflöte

Noch kurz zum Thema: Glas, Temperatur. Die Temperatur sollte zwischen 14 und 18 Grad liegen, damit sich die Aromen entfalten können, bwz. der Alkohol nicht zu stark in den Vordergrund rücken kann. Kälte unterdrückt bzw. verdeckt Aromaten und Sonstiges. Geeiste Gläser oder auch angewärmte sind ein Widerspruch in sich. Bei klassischen Prüfungen liegen die Temperaturen gleich bei 20°. Rauchen bei der Probe sowie Parfüme lenken sehr stark ab. Der Magen sollte entspannt sein; darüberhinaus kein Sonnenlicht. Mit einem Wort, es ist eine entspannte Atmosphäre vonnöten, damit man sich konzentrieren kann. Das Glas mit dem Brand führt man allmählich an die Nase.

Das mundgeblasene oder maschinell erstellte Glas sollte tulpenförmig bis bauchig sein, läuft nach oben aus und kann in einem geraden Kamin enden. Aromen müssen sich entfalten können, brauchen deswegen einen gewissen Glas-Querschnitt und Sauerstoff. Bei klassischen Prüfungen, wie bei der DLG, verwendet man natürlich ein einheitliches ATF-Glas mit Deckel für alle Brände.

ROSENHUT hat sich für eine Glasform entschieden und hat dabei auf die fachliche Kompetenz von Spiegelau aus dem gleichnamigen Ort im Bayerischen Wald vertraut. Das ROSENHUT-Glas (kein Kristallglas) auf hohem Stiel mit fester Bodenplatte wird mit seiner weichen Lippe, seiner gestreckten Birnenform dem breiten Sortenspiegel der Brände gerecht, angefangen beim Kernobst bis hin zu den Beeren. Freilich, das ergab dann die weitere Diskussion zwischen Brennern und Spiegelau, fühlen sich Steinobstbrände in der klassischen Form – hoher Kamin, der das ballonförmige Glas abschließt – noch wohler. Da muss der einzelne selbst entscheiden. Die Glasindustrie stellt mittlerweile spezifische Gläser für Kern-, Stein-, Beerenobstbrände wie auch Trester bereit.

Glas Reinigung, Aufbewahrung

Hier gilt: Gläser fühlen sich am wohlsten, wenn sie hängen dürfen. Sollte das nicht der Fall sein, nie auf den Kopf stellen, nie abdecken, etwa gar mit Zeitung. Glas nimmt den Geruch der Umgebung an, also vor dem Gebrauch mit klarem Wasser ausspülen oder mit einer kleinen Menge des Edelbrandes "ölen", sprich damit das Glas einspülen und dann wegkippen.

Es empfiehlt sich, das Glas unter Einsatz geringer Mengen von Spülmitteln im heißen Wasser zu spülen, dann klar spülen, kurz zu stürzen und dann auszuschleudern, damit das Wasser weitgehend entfernt ist.

Man umfasst nun mit lockerem, durchhängendem Trockentuch Lippe und Bodenplatte des Glases. Trocknet die Platte, greift weiter zum Stiel.

Nun drückt man leicht das Tuch ins Glas und dreht dabei den Stiel, (Nie Lippe des Glases halten bzw festgedrücktes Tuch auf den Boden des Glases und dabei Stiel drehen, man kann davon ausgehen, dass man das Glas abdreht!). Zuletzt reinigt man die Lippe.

All das ist möglich, ohne das Glas mit der Hand zu berühren. Also, es bleibt glasklar.